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diesmal unter Mitwirkung einer Gruppe von Konfirmanden unserer Gemeinde



Mittwoch, 8. Mai 2013

Psalmcollage zu "Schmerz"

2. Glaubensatelier - 19. März 2012

Herr, manchmal blicke ich auf mein Leben, wie es jetzt ist, ich blicke auf mich, wie ich geworden bin.
Dann erscheinen Bilder, die ich mir früher ausgemalt habe, alte Träume, die noch lebendig sind,
und ich stelle fest: ich werde sie nicht leben, sie werden Träume bleiben.
Meine Arbeit ist oft langweilig, ich bin unbedeutend. Ich kann die Arbeit aber nicht aufgeben.
Meine Familie macht mir Freude, aber ebenso viel Mühe und Kummer.
Meine Freunde stecken in derselben Tretmühle wie ich – wie ich sind sie langweilig geworden.
Für das, was ich träume, fehlt mir vor allem eins: Zeit. Das Leben ist so kurz.
Dabei weiß ich genau, in mir steckt viel mehr. Du gibst mir große Sehnsüchte, Gott.
Warum tust du das, wenn sie sich doch nicht erfüllen?

Ps 143, 5-7
Ich denke an die früheren Zeiten; / ich sinne nach über all deine Taten
und spreche von den Werken deiner Hände.
Ich breite meine Hände aus zu dir,
meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.
HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht;
verbirg dein Antlitz nicht vor mir, dass ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.
Ps.42, 2,4,8+10
Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.  
Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
Wenn ich des innewerde, so schütte ich mein Herz aus bei mir selbst;
Deine Fluten rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen;
alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen?

Eine Katze ist seit drei Tagen verschwunden – das kommt oft vor, aber diesmal ist es meine Katze.
Die Wohnung ist leer ohne sie, ihr Lieblingssessel schaut mich stumm an.
Noch nie war sie so lange weg. Wo ist sie? Geht es ihr gut? Kommt sie wieder?
„Katzen tun das nun einmal“, sagen andere und denken „es ist doch nur ein Haustier.“
Aber diese Katze ist ein Wesen, das ich liebe und für das ich sorgen möchte.
Gerade jetzt ist sie vielleicht verletzt oder krank, oder sie wird gequält.
Ich möchte sie finden, sie in Sicherheit bringen, irgend etwas wissen – und nichts kann ich tun.



Ps 6, 2-7
Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken,
und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, HERR, wie lange!
Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!
Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir bei den Toten danken?
Ich bin so müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager.

Gott, meine Familie lässt mich im Stich, die mir die Nächsten sind, lassen mich links liegen.
Ich habe so oft auf sie gehofft, und sie übersahen mich, ich habe ihnen vertraut, und sie vergaßen mich.
Herr, ich mag die Enttäuschungen nicht mehr zählen, ich bin müde und möchte sie aus meinem Leben streichen.
Aber es ist immer noch meine Familie – wie kann ich sie streichen? Wie können meine Wunden heilen?
Hilf du mir, Gott, ich weiß nicht weiter.

Ps 41, 7-8+10
Sie kommen, daß sie schauen, und meinen's doch nicht von Herzen; sondern suchen etwas, das sie lästern mögen, gehen hin und tragen's aus.
Alle, die mich hassen, raunen miteinander wider mich und denken Böses über mich.
Auch mein Freund, dem ich mich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich unter die Füße.
Ps 69, 9,11-13+21
Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter.
Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben Gespött mit mir.
Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und in den Zechen singt man von mir.
Die Schmach bricht mir mein Herz und kränkt mich. Ich warte, ob es jemand jammere, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.

Ich bin krank, und es wird nicht in drei Tagen vorbeigehen. Vielleicht werde ich nie mehr gesund.
Was war gestern, als ich noch nichts davon wusste? Ich kann mich kaum erinnern.
Warum das, und warum ich? Wozu soll das gut sein?
Bist du da, Gott? Warum lässt du zu, dass mein Körper mir böse Streiche spielt?
Mein Leben war immer gut, es war normal, alles soll normal bleiben.
Ich bin kein schlechterer Mensch als andere, ich habe das nicht verdient.

Ps.38, 2-3,6-9,11-12+22-23
HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm.
Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich.
Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.
Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig.
Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.
Es ist mir gar anders denn zuvor, und ich bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.
Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.
Meine Lieben und Freunde treten zurück und scheuen meine Plage, und meine Nächsten stehen ferne.
Verlass mich nicht, HERR! Mein Gott, sei nicht ferne von mir!
Eile, mir beizustehen, HERR, meine Hilfe.

Mein Liebster hat mich verlassen, er ist einfach gegangen.
Ich weiß, dass er nicht wiederkommt, aber ich kann noch nicht glauben, dass ich allein bin.
Ich blicke zurück auf eine Lüge und noch vorn ins Nichts.
Warum, Gott? Er hat mir keine Antwort gegeben – hast du eine für mich?
Ich gehe durch den Tag wie durch einen Traum, nachts kann ich nicht schlafen.
Wo bin ich? Wo ist mein Leben?

Ps 22, 2-3
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Ps 69, 2-4
Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
Ich versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.
Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heiser; meine Augen sind trübe geworden, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.

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